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Stadtkreis Freiburg - Freiburg
26. Jan 2012 - 11:30 UhrStandesamt Freiburg legt Statistik für 2011 vor: Geburten, Eheschließungen und Kirchenaustritte sind rückläufig aber auf hohem Niveau
| Älter werdende Bevölkerung zeigt sich in einem Höchststand der Sterbefälle Heiraten und Kinder bekommen – zwei Themen, die in Freiburg auch 2011 stark gefragt waren, wie die aktuelle Statistik des Freiburger Standesamts zeigt. Zwar wurde die Rekordmarke der Geburten aus dem Vorjahr nicht geknackt, dennoch bewegen sich die Zahlen weiter auf hohem Niveau. Dasselbe lässt sich über die Kirchenaustritte sagen. Einen Höchststand gibt es dennoch zu vermelden: „2011 gab es in Freiburg mehr Sterbefälle als in den 65 Jahren zuvor“, berichtet Standesamtsleiterin Dominique Kratzer. Der Grund für den Anstieg ist im demografischen Wandel zu finden: Es gibt immer mehr ältere Menschen in Freiburg. Die jährliche Statistik des Standesamts spürt solche und viele weitere Trends und Kennzahlen auf. Hier ein detaillierter Überblick: Geburten Die Zahl der Geburten hat sich auf einem ähnlich hohen Niveau eingependelt, wie im Rekordjahr zuvor – allerdings mit geringen Abstrichen: Mit 4.302 Geburten sind 2011 genau 100 Kinder weniger in Freiburg zur Welt gekommen, als im Babyboom-Jahr 2010. Dennoch gab es mehr Neugeborene als in den Jahren vor 2010. Insgesamt erblickten 2011 etwas mehr Jungen als Mädchen in Freiburg das Licht der Welt: 2199 der Neugeborenen waren männlich, 2103 weiblich. 67 Kinder wurden zu Hause geboren. Die Zahl der Totgeburten war mit 19 Fällen genauso hoch wie 2010 und 2009. Was Gewicht und Größe des Nachwuchses angeht, hat die Statistik natürlich auch wieder einige Superlative parat: Der schwerste Wonneproppen, der 2011 in Freiburg geboren wurde, wog 5.060 Gramm, der größte maß 61 Zentimeter. Die schwersten Zwillinge wogen 4.055 und 3.790 Gramm und brachten damit gemeinsam annähernd 8 Kilogramm auf die Waage. Das schwerste Drillingspaar schaffte es zusammen auf immerhin 6,6 Kilogramm. Auch etliche Mehrlingsgeburten wurden 2011 wieder in Freiburg verzeichnet. Ingesamt gab es 90 Zwillingsgeburten. Damit wurde genau ein Zwillingspärchen mehr geboren als im Jahr zuvor. Das gleiche lässt sich auch über die Drillingsgeburten sagen: 2011 kamen drei, 2010 zwei Drillingspärchen zur Welt. Für ein Zwillingspaar wurde die Nacht vom 26. auf den 27. Juli zum entscheidenden Datum: Durch eine Geburt über Mitternacht sicherten sich die Geschwister zwei einzelne Geburtstage. Doch auch einige andere Tage wurden durch die Geburtenstatistik zum besonderen Datum. Am 26. September ging es in den städtischen Kreißsälen zum Beispiel rund - mit 23 Kindern war es der geburtenstärkste Tag im Jahr 2011. Zum Vergleich: An geburtenschwachen Tagen wurden mehrfach nur vier Geburten gezählt. Auch mit Blick auf das Geschlecht gab es zwei spezielle Tage: Am 17. Mai wurden ausschließlich Mädchen geboren (8), am 26. November nur Jungen (5). An Heiligabend schien das Christkind für kuriose Zufälle zu sorgen: Eine Frau wurde an diesem Tag zum zweiten mal im Jahr 2011 Mutter, das erste Kind hatte sie am 2. Januar entbunden. Ein anderes Kind, das am 24. Dezember geboren wurde, kam zwar nicht im gleichen Jahr, dafür aber am gleichen Tag wie sein Geschwisterkind zu Welt. Zur Weihnachtsfeier gibt es in dieser Familie also zukünftig zwei Kindergeburtstage mit dazu. Derselbe Zufall ereignete sich übrigens auch bei einer Geburt am 9. Februar - auch hier doppeln sich die Geburtstage der Geschwister in Zukunft. Aussagen über die Eltern lässt die Standesamtstatistik ebenfalls zu: Die Hälfte von ihnen kam von außerhalb zur Geburt nach Freiburg. Wie in den Vorjahren war rund ein Drittel der Eltern unverheiratet. Die altersmäßige Spanne ist breit: Die jüngste Mutter war 14 Jahre alt, die älteste 49. Noch größer der Unterschied bei den Männern: Der jüngste Vater zählte 16 Jahre, der älteste 69. Doch auch innerhalb der Elternpaare gab es Altersunterschiede, der größte betrug 35 Jahre zwischen Mutter (Jahrgang 83) und Vater (Jahrgang 48). 18 Prozent aller Kinder, die 2011 in Freiburg geboren wurden, haben einen Elternteil mit ausländischer Herkunft. Bei weiteren 10 Prozent stammen sowohl Mutter als auch Vater aus einem anderen Land. Insgesamt haben damit 1.206 der Neugeborenen ein oder zwei Elternteile mit Migrationserfahrung. 209 Kinder erhielten durch die Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit. Eheschließungen Die Zahl der Eheschließungen ist weiterhin etwas zurückgegangen: 1.060 Paare gaben sich 2011 im historischen Rathaus der Stadt das Jawort. Vier weitere trauten sich aufgrund besonderer Umstände im Krankenhaus oder im Gefängnis. Insgesamt waren das 46 Hochzeiten weniger als 2010. Dafür kamen zwölf Brautpaare mehr von auswärts zum Heiraten nach Freiburg als im Jahr zuvor (insgesamt 241). Deutlich weniger Paare, nämlich 178, entschieden sich für den umgekehrten Schritt: eine Vermählung in einem anderen Standesamt, trotz des Wohnsitzes in Freiburg. Analog zur Gesamtzahl der Eheschließungen gab es mit 315 Terminen weniger Samstagstrauungen als in den Jahren zuvor. Für rund drei Viertel der Brautpaare (817) war es die erste Trauung, in 246 Fällen war es für einen oder beide Partner die mindestens zweite Eheschließung. Weiterhin zeigte sich eine steigende Tendenz bei Paaren, die sich erneut füreinander entschieden: Acht Paare gaben sich erneut das Ja-Wort, im Jahr 2010 waren es fünf und 2009 nur ein Paar gewesen. 202 Brautpaare hatten bereits gemeinsame Kinder. Und über ein Drittel gab an, auch kirchlich heiraten zu wollen. Auch über das Alter der Heiratswilligen gibt die Statistik Auskunft. Ein Anstieg zeichnet sich bei den älteren Semestern ab: Neun Brautleute waren über 70 Jahre alt (2010: 4), zwei sogar älter als 80 (2010: 1). Der größte Altersunterschied eines Paares lag bei 48 Jahren. Die Zahl der multinationalen Trauungen lag 2011 bei 236 Paaren (2010: 208). Davon hatten in 60 Fällen beide Partner einen Migrationshintergrund, in 176 Fällen einer von beiden. Die ausländischen Ehepartner stammten aus insgesamt 65 Staaten, darunter am häufigsten Italien (30 Pers.), die Türkei (18 Pers.) und Rumänien (13 Pers.). Frankreich, das in den letzten beiden Jahren auf Platz 2 stand, rangierte 2011 auf Platz 4 (12 Pers.). Wie in den Vorjahren entschieden sich mehr als drei Viertel aller Brautpaare für einen gemeinsamen Ehenamen – in 92 Prozent der Fälle übernahm die Frau den Nachnamen des Mannes. Ebenso setzte sich zum dritten Mal in Folge der Dezember als beliebtester Heiratsmonat durch: 138 Paare ließen sich im weihnachtlichen Freiburg trauen. An zweiter Stelle lag der August mit 132 Hochzeiten, gefolgt von 128 Eheschließungen im Juli. Der beliebteste Hochzeitstag ist ungewöhnlicherweise im November zu finden – der Schnapszahl sei Dank: Am Freitag, den 11.11.2011, legten die Standesbeamtinnen für 28 Paare Sonderschichten ein. Einen Anstieg verzeichnete die Zahl der eingetragenen Lebenspartnerschaften: 33 gleichgeschlechtliche Paare gaben sich 2011 in Freiburg das Ja-Wort – darunter 17 weibliche Paare und 16 männliche. Insgesamt waren das sechs Paare mehr als 2010 und sogar 20 mehr als 2009. Sterbefälle 2011 verzeichnet die Standesamtstatistik 2.907 Sterbefälle in Freiburg und damit mehr als je zuvor seit dem zweiten Weltkrieg. Die Anzahl übertrifft auch den bisherigen Höchststand von 2.875 Fällen im Jahr 2009 (2010: 2.790). Es verstarben 1.522 Frauen und 1.385 Männer. 1.584 der verstorbenen Personen waren ortsansässig, 50 minderjährig. In 215 Fällen ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die meisten Sterbefälle wurden im Januar (277) beurkundet, die wenigsten im Juni (213). Kirchenaustritte Nach einer extrem hohen Austrittsquote im Jahr 2010 hat sich die Zahl der Kirchenaustritte 2011 wieder etwas verringert, hält sich aber weiterhin auf einem relativ hohen Niveau: 1.147 Menschen kehrten im letzten Jahr den Religionsgemeinschaften den Rücken, das sind 114 Menschen weniger als 2010. Die Katholische Kirche verließen 684 Menschen (-147), die Evangelische 457 (+ 31). Die meisten Austritte waren im September zu verzeichnen: Insgesamt traten in diesem Monat 148 Menschen aus der Kirche aus, davon 111 aus der Katholischen und 37 aus der Evangelischen. +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Die beliebtesten Vornamen: Luis/Louis und Marie/Mari auf Platz 1 Ebenfalls sehr beliebt: Emma/Ema, Paul und Leon Jetzt ist es raus: Der Vorname, der im vergangenen Jahr in Freiburg 42 mal und damit am häufigsten vergeben wurde, ist Luis oder auch Louis in französischer Schreibweise. Platz 1 bei den Mädchennamen nimmt Mari(e) ein: 36 Eltern gaben ihrer Tochter 2011 diesen Namen. Dicht dahinter folgende weiter Namensfavoriten: Paul und Emma/Ema schafften es auf Platz 2, in beiden Fällen entschieden sich 35 Eltern für diesen Namen. Bei Leon waren es 34 und damit fast genauso viele. Er teilt sich den 3. Platz mit ganzen vier Mädchennamen: Anna/Ana, Hannah/Hanna, Sophia/Sofia und schließlich Mia, die im letzten Jahr auf Platz 1 stand. Alle vier Mädchennamen waren bereits 2010 in den „Top 5“ der beliebtesten Namen vertreten. Auf dem 4. Platz rangieren bei den Jungen Jakob/Jacob und Maximilian mit jeweils 32 Nennungen. Bei den Mädchen ist es mit derselben Anzahl der Name Amelie/Amélie. Unterschiede gibt es auf Platz 5: Bei den Jungen wurde 30 mal David ausgewählt, der seit Jahren in der Hitliste auftaucht und im letzten Jahr auch auf Platz 1 stand. Bei den Mädchen gibt es mit Leonie/Leoni hingegen einen überraschenden Neueinsteiger. Auf den Plätzen 6 bis 10 finden sich viele Dauerbrenner: Alle Namen waren auch schon in den Vorjahren in der Hitliste vertreten. Jeweils 29 Kinder erhielten den Namen Emily/Emili(e), Jonathan, Luca/Luka oder, ganz ähnlich, Lukas/Lucas (Platz 6). Platz 7 teilen sich Clara/Klara (27 Nennungen), Jonas und Noah/Noa (28 Nennungen). Letzterer rangierte im Jahr zuvor neben David und Mia auf dem ersten Platz. 26 mal wurden die Namen Lara und Lea/Leah vergeben, einmal mehr Ben. Alle drei Namen landeten damit auf Platz 8. Jeweils 22 Mädchen wurde Lena oder Mathilda/Matilda genannt. Ihr Name steht damit neben Felix (26 Nennungen) auf Platz 9 der beliebtesten Vornamen. Auf Laura und Maja/Maya/Maia hören seit 2011 jeweils 21 Mädchen mehr als bisher. Zusammen mit dem Jungennamen Elias, für den sich 25 Eltern entschieden, schließen diese Namen die „Top 10“ mit der Platzierung auf Rang 10. Ein tabellarischer Überblick findet sich im Anhang zu dieser Pressemitteilung. Neben diesen populären und häufigen Namen tauchen in der Jahresstatistik auch außergewöhnliche und seltene Namen auf. Darunter vermehrt auch solche von berühmten Filmcharakteren: Wie schon 2010 wurden zum Beispiel wieder die drei Hauptfiguren aus den Harry-Potter-Romanen beurkundet: Harry, Hermine und Ron. Ein Geschwisterpaar erhielt die Vornamen der Hauptdarsteller von Matrix: Trinity und Neo. Und auch die Namen von Haupt- und Nebencharakteren der Erfolgsreihe Twilight, wie Edward, Jasper, Phil, Isabella und Rosalie, wurden 2011 vergeben. Weiterhin ist die Renaissance traditioneller deutscher Vornamen zu beobachten. So bekamen neugeborene Jungen 2011 zum Beispiel den Namen August, Franz, Hermann, Heinrich, Konrad oder Ludwig. Mädchen wurden nach Martha, Rosemarie, Lisbeth oder Rosa benannt. Doch nicht nur Tradition, auch Moderne und kulturelle Vielfalt spiegeln sich in der Namensgebung wider. Zu den ungewöhnlichen männlichen Vornamen zählten 2011 Aram, Fidelis, Bjarne, Jiyan, Prosper, Amaru und Jonte. Seltene Mädchennamen waren Acelya, Mandis, Juna, Tuana, Filomena und Manyara. Übrigens: Den Vornamen des Papstes (Benedikt/Benedict), der die Stadt Ende September besuchte, erhielten 2011 immerhin 18 Kinder. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 wurden nur 9 Kinder mit diesem Vornamen eingetragen. >>> Tabelle der beliebtesten Vornamen (Presseinfo: Eva Amann, Presse- und Öffentlichkeitsreferat der Stadt Freiburg vom 26.01.2012) >>> Weitere Meldungen aus der Rubrik "Bürgerinformation" anzeigen. Info von Medieninformation (1) Jeder Verfasser einer Meldung (Firma, Verein, Person...) hat zusätzlich noch SEINE eigene "Extrazeitung" bei RegioTrends! Oben auf den roten Namen hinter „Info von“ klicken. Schon sehen Sie ALLE seine abrufbaren Meldungen in unserer brandaktuellen Internet-Zeitung. P.S.: NEU! Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von RegioTrends! |


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