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Kreis Emmendingen - Kenzingen

18. Mar 2010 - 22:44 Uhr

Kultur pur: Spontan, ohne Regeln und offen für alle - Kenzinger Kulturtage eröffnet - RegioTrends-Impressionen aus der Sparkassenfiliale

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In feierlichem Rahmen wurden am Donnerstagabend die 7. Kenzinger Kulturtage eröffnet. Damit beginnt für die Üsenbergstadt ein Kulturprogramm, das bunter nicht sein könnte. Ob Ausstellung, Lesung, Musikveranstaltung, Kabarett, Theater, historische Führung oder Vortrag - in den nächsten elf Tagen bis Ostern sollte jeder auf seine Kosten kommen.

Den Auftakt machte die Sparkasse mit der Ausstellung “Lebenszeit”, die bis 10. April in der Kenzinger Filiale zu sehen ist. Das Projekt ist das fünfte, der Jugendpflege und das zweite in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda, Arbeitskreis Kultur und Soziales. Gestaltet wurde die Ausstellung von Bewohnern des Altenpflegeheims der Arbeiterwohlfahrt zusammen mit Jugendlichen, die in der Jugendpflege engagiert sind. Die Themen wurden mittels Spielmaterial vor gemalten Hintergründen in Objektkästen umgesetzt.

Eröffnet wurde die Veranstaltungsreihe vom stellvertretenden Filialleiter der Sparkasse, Christoph Gerber, der Kenzingens Bürgermeister Matthias Guderjan, zahlreiche Vertreter aus der Politik sowie der Schulen, Polizei und Kirchen begrüßen konnte. Außerdem den Gründer und Motor der Kulturtage, Rolf Seifert, die Initiatoren und Organisatoren der Ausstellung, Marianne Tießler von der Lokalen Agenda, Arbeitskreis Kultur und Soziales, und Jugendpfleger Werner Klenk sowie den Vorsitzenden der AWO Baden und ehemaligen Freiburger Bürgermeister Hans-Jörg Seeh.

Bürgermeister Guderjan wies eingangs darauf hin, dass es gute Tradition sei, die Kulturtage in der Sparkasse zu eröffnen. Die Veranstaltungsreihe sei mittlerweile bestens eingeführt und habe sich gut entwickelt. Das besondere am Konzept der Veranstaltung sei, dass sie eigentlich kein Konzept habe. Allen Kulturschaffenden soll das Mitmachen ermöglicht werden. Ebenso, soll ein breites Publikum angesprochen werden. Die Kulturtage, so Guderjahn, kämen aus der Bürgerschaft. Die Stadt leiste nur einen kleinen Beitrag.

Rolf Seifert zeigte sich zunächst positiv bewegt von den Bildern der Ausstellung. Dass die Kulturtage mittlerweile ins siebte Jahr gehen zeige, so Seifert, dass sich die Reihe etabliert habe - trotz oder gerade wegen der ungewöhnlichen Mischung. Die Kulturtage sollen, so Seifert, kein repräsentativer Querschnitt sein, sondern - mit einem Augenzwinkern - die brodelnde Ursuppe der Kenzinger Kultur. Obwohl es kein Konzept gäbe und keine Vorgaben, seien doch in jedem Jahr - analog zur Chaostheorie - am Ende Schwerpunkte erkennbar. In diesem Jahr “Geschichte” und “Kinder”.

Jugendpfleger Werner Klenk erläuterte, wie er und seine Frau auf der Baseler Kunstausstellung “Art” zu “Lebenszeit” inspiriert wurden. Auslöser waren dabei Werke aus Gießharz des Künstlers Jonathan Meese. Es habe sich jedoch herausgestellt, dass Gießharz schwer zu beschaffen sei und obendrein recht teuer. Deshalb habe er sich entschlossen, tiefe Rahmen bei IKEA, zu beschaffen und mit den Bewohner des Altenpflegeheims plastisch inhaltlich zu gestalten.

Marianne Tießler bedankte sich im Namen der AWO bei Klaus Warzczewski vom Altenpflegeheim, der die Künstler liebevoll betreut und auch bei der Gestaltung unterstützt habe. Es sei ihm gelungen, die Bewohner für dieses Projekt zu begeistern. Damit seien Träume und Wünsche wahr geworden und Erinnerungen zurückgekehrt.

Hans-Jörg Seeh wies darauf hin, dass die AWO 25 Altenpflegeheime in Baden betreibt. Nach Kenzingen komme er aber besonders gerne, weil er schon bei der Eröffnung des Hauses 1985 dabei gewesen sei. Das Altenpflegeheim in Kenzingen sei ihm auch deshalb ans Herz gewachsen, weil darin Menschen mit Herz und Seele arbeiten. Er finde es auch gelungen, so Seeh weiter - Kultur und Soziales miteinander zu verknüpfen. Dies gelte besonders im "Europäischen Jahr gegen Ausgrenzung und Armut". Anschließend rief Seeh dazu auf, nicht nur zu betrachten, sondern auch zu kaufen - und schritt dann gleich selbst zur Tat.

Das Programm der Kenzinger Kulturtage

Donnerstag, 18. März 2010:
Eröffnung der Kulturtage.
Jugendpflege, Altenpflegeheim der AWO, Lokale Agenda AK Kultur und Soziales:
Ausstellung mit Objektkästen zum Thema:
"Lebenszeit"
Musikalische Umrahmung durch die „Power Girls“ der Stadtkapelle Kenzingen
Vernissage, Beginn 19.00 Uhr
Ausstellung bis 10. April 2010
Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau

Freitag, 19. März 2010:
Ökumenischer Förderkreis der Kirchenmusik
"Saiten-Impressionen"
Maximilian Mangold, Gitarre und Mirjam Schröder, Harfe
Schloss Hecklingen, Beginn 19.30 Uhr

Samstag, 20. März 2010:
Wunderfitz Hecklingen
„Workshop im Atelier“ von und mit Annette Stark -
für Kinder im Alter von 7-10 Jahren - Infos und Anmeldung : annettestark1@web.de
Schloss Hecklingen, 9.00 – 12.30 Uhr

Samstag, 20.März 2010:
Kleinkunstbühne Das Original
Kabarett mit Anny Hartmann: “Zu intelligent für Sex?“
Aula Gymnasium Kenzingen, Beginn 20.30 Uhr

Sonntag, 21. März 2010:
Verein zur Erhaltung der Burgruine Lichteneck e.V.
„Burgführung auf der Burgruine Lichteneck in Hecklingen“
Burgführer und Hobbyhistoriker Hans-Jürgen Schrader führt Sie durch die Geschichte und Burgruine Lichteneck.
Burgruine Lichteneck, Beginn 14.00 Uhr

Dienstag, 23. März 2010:
Winzergenossenschaft Kenzingen-Hecklingen-Bombach eG
„Präsentation der Jungweine“
Rathaussaal Kenzingen, Beginn 19.30 Uhr

Mittwoch, 24. März 2010:
Löwen-Lichtspiele Kenzingen
Literaturverfilmung "Die Schachspielerin" nach dem Roman von
Bertina Henrichs mit der bezaubernden Sandrine Bonnaire
Kino Kenzingen, Beginn 20.30 Uhr

Donnerstag, 25. März 2010:
Bücherwurm Kenzingen
Autorenlesung Ingeborg Gleichauf: „Heimatkunde Schwarzwald“
Buchhandlung Bücherwurm, Brotstr. 12, Kenzingen, Beginn 19.30 Uhr

Freitag, 26. März 2010:
Wunderfitz Hecklingen
„Rockkonzert“
mit „The Enshins“, „Dr. Rock Inc.“ und „Unendlich“ von der Rockwerkstatt
Schloss Hecklingen, Beginn 20.30 Uhr

Samstag, 27. März 2010:
Jugendpflege:
"Till Eulenspiegel", Kindertheater mit Petra Gack
Aula des Gymnasiums, Beginn 14.30 Uhr

Samstag, 27. März 2010:
Kammermusikensembles und Solisten der Stadtkapelle Kenzingen
„Musikalische Überraschungen“
Von unterhaltsam bis anspruchsvoll – von musical Joke bis klassischem Klangzauber.
Atrium Gymnasiums Kenzingen, Beginn 20 Uhr

Sonntag, 28. März:
Heimat- und Verkehrsverein Kenzingen
Vorstellung der „Kenzinger Geschichtswege“
Bürgersaal im Rathaus, Beginn 14:30 Uhr

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