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Kreis Emmendingen - Emmendingen

28. Jan 2012 - 11:24 Uhr

Tafelberg, Amphitheater oder Veranstaltungsfläche auf dem Müll Deponiegelände ++ Was denn nun - und weshalb dort?

Wie wir alle aus der Presse erfahren haben, hat die Stadt in einer nicht öffentlichen Sitzung eine ihrer großen gestalterischen Baumaßnahmen auf 10.000 m² gerade mal so beschlossen.
Ein Veranstaltungsort für 2000 oder mehr Personen auf der alten Mülldeponie.
Ein Veranstaltungsort der ja nur zur Überlaufregelung dienen soll, was das bedeutet kann keiner so richtig beantworten. Braucht Emmendingen so einen Ort, dort auf einer Mülldeponie?
Wo bleiben die demokratischen Regeln, Entscheidungen mit und für den Bürger?
Für den Bürger in deren Sinn das alles entstehen soll.
Gefragt zum Tafelberg wurden wir Bürger nicht, und darüber gesprochen wurde mit uns Bürger auch nicht viel.
Nicht dass wir Bürger auf die Idee kommen das neue gewünschte „Forum“ zu gründen, um vielleicht Einwendungen vorzubringen oder sogar sich noch zu beteiligen.

Es wird von der Stadt auf teure Entsorgungskosten verwiesen, deshalb sei der Tafelberg eine günstige Lösung, was sollen wir unter teuer und günstig verstehen?

Gibt es vielleicht vertragliche Vereinbarungen zwischen der Stadtverwaltung, und angrenzenden Firmen am Mülldeponiegelände, für die diese „Tafelberg Lösung“ durchaus willkommen ist?

Eine Mülldeponie war es und ist es immer noch, denn der Müll aus Haushalt, Gewerbe und Industrie mit seinen Schad- und Giftstoffen, lagert immer noch dort, gleich unter der Oberfläche. Wo sind denn nun die Schad-und Giftstoffe hin?
Früher mit Folie abgedeckt und heute kurzerhand zur öffentlichen Naherholungs-und Veranstaltungsfläche umgewandelt.
Eltern genießen Kultur und Kinder spielen im Mülldeponiegelände.
Arbeiten sollte man dort tunlichst nicht in geschlossenen Räumen auf dem alten Deponiegelände. Ist es dort vielleicht zu gefährlich für die Gesundheit dort auf dem Mülldeponiegelände mit den giftigen Sondermüllen?
Vielleicht ist es ja deswegen so schwierig dort Gewerbe anzusiedeln?

Wie sind denn die Auswirkung der mächtigen Lautsprecheranlagen bei einer Großveranstaltung für die Wohngebiete. Der Tafelberg eignet sich sehr gut um das ganze Stadtgebiet zu beschallen, er liegt hierfür geografische günstig vor den Toren der Stadt und der Wind regelt den Rest.
Wie kommen denn die vielen tausend Leute dorthin und wieder weg, wo parken sie?
Und wer beseitigt hinterher den Müll und die letzten Hinterlassenschaften? Wahrscheinlich dann die ansässigen Firmen und Anlieger aus dem Gewebegebiet.

Ach ja, wer trägt denn nun zum Unterhalt bei und bezahlt die Gestaltung „zur Lösung Tafelberg“, die Initiatoren oder die Stadt?
Wie und wo wird die Stadt das Geld aus ihren leeren Kassen nehmen für die Gestaltung der 10000 m², da sind wir mal gespannt.
Wird hier vielleicht an anderer Stelle gespart? Zum Beispiel bei der Jugendarbeit, der Kultur oder an weiteren sozialen und städtischen Aufgaben?

In anderen Städten und Gemeinden wird renaturiert, man schafft Ausgleichsflächen auf Mülldeponiegeländen oder nutzt sie als Solarfläche.

Ein 10000m² großes Solarfeld im Gewerbegebiet, dass Strom dort erzeugt wo er auch gleich verbraucht wird -vielleicht was mit Zukunft-.
Strom aus Sonnenenergie auf einer Mülldeponie, das könnte was sein.
Die Stadtverwaltung und die Stadtwerke Emmendingen ein starkes Team, könnte zusammen ein Solarprojekt initiieren und mit weiteren Interessierten aus Forschung, Industrie und mit Bürgern dieser Stadt, dies gemeinsam betreiben und nutzen.
Strom aus Sonnenenergie, ein umweltfreundlicher Ertrag für die Stadt und Stadtwerke und deren Kassen.
Die Umwelt wird entlastet, der Bürger nicht belastet, das grüne Image ein weiterer Baustein für eine umweltbewusste Stadt.

Jörg Ziebold Schreinermeister

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