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Kreis Emmendingen - Endingen
22. Jan 2012 - 14:19 UhrSchlagkräftige und wichtige Gruppierung in der Region - die Landfrauen ++ Kreativer, kulinarischer, regionaler Marktplatz beim Bezirkslandfrauentag
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Die 18 Landfrauenvereine des Landkreises Emmendingen kamen am Samstagmittag in die Stadthalle nach Endingen und erlebten einen unterhaltsamen und informativen Bezirkslandfrauentag. Musikalisch umrahmte „Li Chörchen“ aus Wagenstadt unter Leitung von Maria Grigorenko die Veranstaltung. Wer die Stadthalle betrat, der fand sich sogleich auf einem kreativen, kulinarischen Marktplatz wieder, bei dem sich alles um „Schmeck den Wert – regional und fair“ drehte. Hier gab es vom frisch gebackenen Brot über Äpfel, Eier, Eis, Schmuck, Filzwaren, hin zu Rapsöl oder Seifen viele Dinge von Bezirkslandfrauen produziert unter dem Motto „Leben ist mehr wert als billig einzukaufen“. Doris Zeisset, Vorstandssprecherin der Bezirkslandfrauen Emmendingen begrüßte. Neben Vertretern aus der Politik weilte auch Landrat Hanno Hurth unter den Gästen. An die Abgeordneten richtete Zeisset den Wunsch der „Frühstückspause für alle Kinder unter dem Slogan Fit mit Milch“. Sie bat gemeinsam den Weg der flächendeckenden, gesunden Ernährung mit einer Frühstückspause auch für die Kinder, deren Mütter nicht in den Genuss der Landfrauen-Bildungsangebote kommen, zu gehen. „Wir wollen dies in allen Schulen als gute Grundlage für begeistertes Lernen und fröhlich, gesunde, junge Menschen mit Lust auf Zukunft erreichen“, so Zeisset. Des Weiteren verwies die Vorsitzende auf eine verlässliche Förderung der allgemeinen Erwachsenenbildung durch die öffentliche Hand sowie spezielle Frauenprojekte innerhalb von Förderprogrammen. „Nehmen Sie uns ernst, unterstützen Sie uns und nehmen Sie unsere Interesse nach Stuttgart und Berlin“, bat sie. Ein weiteres Anliegen, das Doris Zeisset vortrug war das Thema „Flächenfraß in Deutschland“. Hierzu lagen Zeichnerlisten aus. Täglich gingen in Deutschland rund 90 Hektar wertvoller Acker- und Grünflächen durch Überbauung verloren, täglich an die 120 Fußballfelder. Jetzt sei endlich Zeit, eine Wende im Flächenverbrauch herbeizuführen, es gelte, die Flächenverschwendung zum Nutzen von Gesellschaft und Landwirtschaft umzukehren“. Unter den Gästen war auch Monika Schnaiter, Mitglied des Präsidiums des Landfrauenverbandes Südbaden. Sie überreichte an 18 Absolventinnen die Zertifikate der Schulung zur „Botschafterin regionaler Genüsse“. Schnaiter betonte anlässlich der Überreichung der Zertifikate, „die Welt gehört dem, der sie genießt“. Die Absolventinnen hätten im Rahmen der 9 Schulungstage viel gelernt, das ihnen jetzt von Nutzen sein werde. Die frisch gebackenen „Botschafterinnen regionaler Genüsse“ sind: Ute Duffner (Schönwald), Klara Glatz (Freiamt), Tanja Göppert (Vörstetten), Martha Haas (Welschensteinach), Silke Kern (Ortenberg), Iris Kiss (Ihringen), Gerda Kümmerle (Merdingen), Barbara Nübling (Denzlingen), Petra Rehm-Hug (Horben), Sigrid Sax (Bahlingen), Monika Schätzle (Denzlingen), Melanie Sommer (Vogtsburg), Gerda Wagner (Emmendingen), Martina Walter (Freiburg-Opfingen), Renate Weiser (Hohberg), Christine Winterhalter (Oberried), sowie Monika Zimmermann und Uta Zimmermann (beide Freiamt). Dieter Blaeß vom Regierungspräsidium Fachrichtung Landwirtschaft gratulierte den „Botschafterinnen regionaler Genüsse“ mit dem Zitat: „Wer nicht genießt, der wird auf Dauer selbst ungenießbar“. Das Regierungspräsidium kann Fortbildungen der Landfrauen finanziell unterstützen. Das Bildungszentrum Hochburg in Emmendingen, so Blaeß, sei wieder auf entsprechendem Stand und das Thema „Hauswirtschaft“ auch wieder auf der Hochburg mit dem Meisterinnenkurs verankert. Ehrungen Frauen, die Geschichte machten mit ihrem Ehrenamt, verabschiedete Doris Zeisset im Rahmen des Bezirkslandfrauentages aus ihren Vorstandsposten.Mit Blumen geehrt wurden Angelika Kublin, Gerda Bury und Karin Müller (Königschaffhausen), Elisabeth Zimmermann (Herbolzheim), Melanie Fischer und Waltraud Hassler (Kiechlinsbergen), Gisela Zipse (Malterdingen), Susanne Schandelmeyer (Tutschfelden), sowie Hannelore Wolfsberger, Mina Furtwängler und Monika Schrodi (Sexau). 16 Jahre war Erna Gutjahr aus Sexau im Vorstand tätig, sie verstarb am 22. Oktober 2011 und erhält einen Blumenschmuck für ihr Grab. Da die Bezirkslandfrauen die Stadthalle in Endingen kostengünstig bekommen, war man sich einig mit dem Erlös soziale Einrichtungen vor Ort zu unterstützen. So übereichte Doris Zeisset 250 Euro an das „Zwergenstüble“, die Kleinkindbetreuung für Kinder von 1 bis 3 Jahren in Endingen, vertreten durch Sabine Joseph und Sonja Schlageter. 250 Euro erhielten auch Gudrun Schillinger und Monika Schwenk vom Kindergarten „Bienenkorb“ aus Königschaffhausen – eine Einrichtung der Kinderbetreuung von 2 Jahren bis zur Einschulung mit Betreuungsleistung verlässliche Grundschule. „Was wäre der ländliche Raum ohne Engagement der Landfrauen?“, begrüßte SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle. Sie appellierte an die Frauen, dass sie sich stärker in die Kommunalpolitik einbringen und verwies auf die Kommunalwahlen in 2014. Man müsse des Weiteren das Bewusstsein für regionale Produkte schaffen und die Verbraucher davon überzeugen. Wölfle sicherte den Landfrauen ihre Unterstützung zu. Landrat Hanno Hurth erinnerte, dass das Bildungszentrum Hochburg derzeit 200 Schülerinnen und Schüler über den Winter unterrichte. Wein- und Landbau, Fachwirt Obst- und Gemüsebau und auch ein Meisterinnenkurs Hauswirtschaft und vieles mehr. Der Landkreis investiere sehr viel in die Hochburg, jetzt gehe es in punkto Modernisierung auch beim Brandschutz weiter. >>> Weitere Meldungen aus der Rubrik "Passiert-notiert" anzeigen. Info von MIB Jeder Verfasser einer Meldung (Firma, Verein, Person...) hat zusätzlich noch SEINE eigene "Extrazeitung" bei RegioTrends! Oben auf den roten Namen hinter „Info von“ klicken. Schon sehen Sie ALLE seine abrufbaren Meldungen in unserer brandaktuellen Internet-Zeitung. P.S.: NEU! Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von RegioTrends! |
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