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Kreis Emmendingen - Denzlingen
30. Jan 2012 - 13:32 UhrBildung in Baden-Württemberg: Heute top, morgen ein Flop? - Landtagsabgeordneter Marcel Schwehr und CDU-Ortsverband Denzlingen diskutierten
| Der Landtagsabgeordnete Marcel Schwehr und der CDU-Ortsverband Denzlingen haben sich in der vergangenen Woche im Denzlinger „Belvedere“ über die Bildungspolitik der neuen Landesregierung diskutiert. Nach der Begrüßung durch den Ortsvorsitzenden Peter Sommer und den Landtagsabgeordneten Marcel Schwehr informierte der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Volker Schebesta, der auch Mitglied des Schulausschusses ist, die Zuhörer über die grün-roten Planungen und Änderungen im Bereich der schulischen Bildung. Obwohl sich das Bildungssystem des Landes Baden-Württemberg bisher durch Top-Platzierungen bei Bildungsvergleichen zwischen den Bundesländern und durch eine europaweit niedrige Jugendarbeitslosigkeit auszeichnete, nehme die neue Regierung Änderungen vor, die eine deutliche Verminderung dieser hohen Qualität befürchten lassen. Anhaltspunkte seien unter anderem die freie Wahl des Zeitpunktes der Hauptschulabschlussprüfung in den Werkrealschulen oder die Einführung eines parallelen G9 an den Gymnasien, wobei letzteres offenbar selbst in der grün-roten Koalition umstritten war. Die Diskussionsteilnehmer sahen mit Blick auf die neue Bildungspolitik viele offene Fragen. Wie wird sich die Landesregierung bei den Haupt- und Werkrealschulen verhalten, die durch den Wegfall der verbindlichen Grundschulbildungsempfehlung deutlich an Schülerzahlen verlieren werden? Die neue Landesregierung vertritt zwar den Standpunkt, dass sich an den Übergangsquoten nicht viel ändern wird, dies scheint aber nicht nachvollziehbar angesichts dessen, dass doch einige Eltern bisher darauf drängten, keine Empfehlung für die Haupt- bzw. Werkrealschulen zu erhalten. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Kinder zukünftig erst einmal an der Realschule oder sogar am Gymnasium angemeldet werden, auch wenn die Empfehlungen der Grundschule anders lauten. Auf Nachfrage, wie die Schulen die Plätze vergeben werden, wenn die Anmeldungen die freien Plätze an den Gymnasien übersteigen, verwies Schebesta auf das Losverfahren in Berlin. Problematisch wurde auch gesehen, dass der eingeschlagene Weg mit G8 bei den Gymnasien und mit den Werkrealschulen bei den Hauptschulen von der neuen Regierung abgebrochen wird und die Schulen mit neuen „Versuchen“ belastet werden. Ein anwesender Schulleiter bedauerte, dass die von Lehrern, Eltern und auch Schülern zum Gelingen der Werkrealschulen eingesetzten Energien nun verpuffen. Auch bezüglich der Einführung der Gemeinschaftsschule, die von der Kultusministerin angepriesen wurde, hatten die Diskussionsteilnehmer starke Bedenken. Vorgesehen ist die Einführung dieser Schulen fast nur an bisherigen Haupt- bzw. Werkrealschulen. Fraglich ist, woher die Gymnasial- und Realschullehrer kommen sollen. Eltern, deren Kinder eine Gymnasial- oder Realschulempfehlung haben, müssen also damit rechnen, dass ihre Kinder zunächst von Werkrealschullehrern unterrichtet werden. Ob das eine Motivation für Eltern ist, sich an einer Gemeinschaftsschule anzumelden, bleibt abzuwarten. Als bedenklich wurde auch die Frist von nur einem halben Schuljahr zur Vorbereitung der Einführung der Gemeinschaftsschulen angesehen. Für die damit verbundene neue Pädagogik brauche man Jahre der Vorbereitung und Ausbildung der Lehrkräfte, um einen qualifizierten Unterricht zu gewährleisten. Bei nur 6 Monaten Vorbereitung kommen doch Zweifel auf, ob die Qualität dieser Schulen stimmen kann. Abschließend wurde auch das Verhältnis von Kultusministerin Warminski-Leitheußer zu ihren Mitarbeitern im Kultusministerium angesprochen, das keineswegs von Führungsqualität zeuge und das vorhandene Know-How im Ministerium ungenutzt lasse. (Presseinfo: Holger Nickel vom 30.1.12) >>> Weitere Meldungen aus der Rubrik "Politisches" anzeigen. Info von Medieninformation (03) Jeder Verfasser einer Meldung (Firma, Verein, Person...) hat zusätzlich noch SEINE eigene "Extrazeitung" bei RegioTrends! Oben auf den roten Namen hinter „Info von“ klicken. Schon sehen Sie ALLE seine abrufbaren Meldungen in unserer brandaktuellen Internet-Zeitung. P.S.: NEU! Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von RegioTrends! |


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