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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

1. Feb 2012 - 17:16 Uhr

Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae im Gespäch mit dem Wirtschaftsverband "100 Prozent Erneuerbare Energien" - Verlässliche und überschaubare Rahmenbedingungen für die Energiewende gefordert

Kerstin Andreae MdB und Mitglieder des Wirtschaftsverbands 100 Prozent Erneuerbare Energien tauschten sich bei einem internen Fachgespräch Anfang der Woche über die bundespolitischen Rahmenbedingungen der regionalen Energiewende aus. Die Experten aus der regionalen Energiewirtschaft waren sich mit der wirtschaftspolitischen Sprecherin der Grünen Bundestagfraktion darüber einig, dass die Bundesregierung nur selektiv und viel zu uneinheitlich steuert, zum Teil falsche Anreize setzt und wichtige Teilbereiche gar nicht angeht.

Der Wirtschaftsverband 100 Prozent Geschäftsführer Per Klabundt, fürchtet, dass so die deutschen klimapolitischen Ziele nicht erreicht werden können: "Im Bereich Energieeinsparung und Energieeffizienz bleiben z.B. durch fehlende Ausstattung beim Marktanreizprogramm und eine ungenügende Einspeisevergütung bei der Kraft-Wärme-Kopplung viele Möglichkeiten ungenutzt."

Die Experten fordern für eine nachhaltige Wirtschafts- und Industriepolitik einen Systemwechsel hin zu dezentralen, kleineren Einheiten. Kerstin Andreae MdB: "Die zuständigen Minister Röttgen und Rösler leisten sich absurde Schaukämpfe, insbesondere bei der PV-Förderung. Wertvolle Arbeitsplätze werden hier ohne Not gefährdet, um den Einfluss der vier deutschen Großkonzerne zu erhalten. Statt zehn mal so viel Ausnahmen von der Ökosteuer bei energieintensiven Betrieben zuzulassen, sollte Rösler in Kraft-Wärme-Kopplung, intelligente Netze und den Netzausbau investieren!"

Andreas Markowsky Aufsichtsratsvorsitzender des Wirtschaftsverbands 100 Prozent ergänzt: "Für die Energiewende braucht es verlässliche und überschaubare Bedingungen. Dann ist die Bereitschaft der Bevölkerung riesig, zu investieren. Der seit zehn Jahren anhaltende Erfolg des EEG zeigt: Energie ohne Atomkraft und fossile Energieträger wird möglich, wenn der Rahmen stimmt."

(Presseinfo: Martin Kranz-Badri, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Wahlkreisbüro Kerstin Andreae MdB vom 01.02.2012)

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