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Stadtkreis Freiburg - Freiburg
7. Sep 2010 - 13:28 UhrProjekt „Meisen gegen Kastanienminiermotten“: Fazit: 43 Prozent der Nistkästen werden angenommen, viele Bürgerinnen und Bürger unterstützten tatkräftig die einzelnen Aktionen - Laubsammlaktionen zeigen erste sichtbare Erfolge
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Im Frühjahr startete das Garten- und Tiefbauamt (GuT) ein ungewöhnliches Pilotprojekt: Meisen gegen die Kastanienminiermotten. Die Larven dieser Motte befallen bereits seit über zehn Jahren viele Kastanienbäume in Freiburg und können sogar im Laub überwintern. Der Schädlingsbefall ist schnell sichtbar, da die Bäume ihre Blätter viel zu früh abwerfen; zwar sterben die Kastanien deshalb nicht ab, aber sie werden in ihrem Lebenszyklus geschwächt und anfällig gegen andere Krankheiten. Deshalb wurden im Frühjahr von den Mitarbeitern des GuT und vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor allem in Herdern über 250 Nistkästen für unterschiedliche Meisenarten aufgehängt. Viele weitere Nistkästen wurden von vielen Interessierten auch im gesamten Freiburger Stadtgebiet an ihre Häuser und in ihren Gärten angebracht. Um besonders in den Pilotstraßen in Herdern einen Überblick über den Besiedlungserfolg zu erhalten, führte das GuT in den letzten Tagen und Wochen durch freiwillige Helfer eine Schnellkontrolle durch. Das Ergebnis überrascht sowohl die Initiatoren des Projekts als auch vogelkundliche Fachleute: Insgesamt finden sich Nester in 43 Prozent aller Nistkästen. Da Nistkästen mit zwei unterschiedlichen Fluglochgrößen verwendet wurden, muss zwischen dem "Blaumeisentyp" (Fluglochdurchmesser 26 mm) und dem "Kohlmeisentyp (Fluglochdurchmesser 32 mm) unterschieden werden. In den Versuchsgebieten waren sie etwa je zur Hälfte abwechselnd aufgehängt worden. Die Brut- und Schlafhöhlen verstanden sich als Angebot und es war bei Versuchsbeginn keineswegs klar, wie die Sache ausgehen würde. Fazit: die Meisen, aber auch Hornissen, eventuell andere Vogelarten und "Ohrzwicker", nutzten ihre Chance und zogen ein. Obwohl sie nur sehr wenig Zeit hatten, um sich an das neue Angebot zu gewöhnen, fanden sich jetzt in durchschnittlich 71 Prozent der Kohlmeisenkästen und in 17 Prozent der Blaumeisenkästen Vogelnester. Welche verschiedenen Vogelarten tatsächlich eingezogen sind, können die Mitarbeiter von GuT jedoch erst bei der winterlichen Nistkastenkontrolle und -reinigung feststellen. Warum die Blaumeisenkästen erheblich weniger belegt wurden, liegt daran, dass erst im April die zu klein geratenen Fluglöcher auf die erforderliche Lochgröße aufgebohrt werden konnten. Die danach eingezogenen Blaumeisen könnten also schon Jungvögel aus der ersten Brut sein. Das Projekt "Meisen gegen Kastanienminiermotten" soll nach diesen ersten Erfolgen weiter fortgesetzt werden. Allerdings benötigt das GuT noch weiter die tatkräftige Unterstützung durch freiwillige Bürgerinnen und Bürger, denn die beim jetzt beginnenden Laubfall enthaltenen Larven und Puppen des Schädlings müssen wieder in die gelben "Freiburg packt an"- Säcke gesammelt und über die Müllverbrennung vernichtet werden. An den Kastanienbäumen, deren Laub im letzten Herbst entfernt und verbrannt wurde, war der frühsommerliche Befall wesentlich geringer als an Bäumen ohne Laubentfernung. Inzwischen ist bereits die vierte Generation der Miniermotten unterwegs, so dass der Befall stärker auffällt. Das Laub, das jetzt zu Boden fällt, kann sowohl Puppen als auch Larven enthalten. Das bedeutet jetzt für alle Engagierten, das Kastanienlaub aufzusammeln, um die nächste und überwinternde Generation weiter dezimieren zu können, so dass die Kastanienbäume immer weniger befallen werden. Gelbe Säcke für Kastanienlaub - und nur für Kastanienlaub! - und einen Informationsflyer sind ab sofort in der Bürgerberatung im Rathaus, im Technischen Rathaus, in den Ortsverwaltungen, in der Ökostation am Seepark, in der Gärtnerunterkunft im Stadtgarten am Fuß des Karlstegs und in den drei Recylinghöfen erhältlich. Gruppen, Schulklassen oder Vereine, die sich in Freiburg regelmäßig engagieren wollen, erhalten logistische Unterstützung vom GuT. In Straßen mit Kastanienbäumen können Geschäftsleute gerne die gelben Kastanienlaubsäcke ausgeben oder sich sogar als Verleih-Station für Rechen zur Verfügung stellen. Die gefüllten und fest verschlossenen „Freiburg packt an“-Säcke sind so am Straßenrand abzulegen, dass sie bei der nächsten Abholung durch die ASF mitgenommen werden können. Interessierte Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch Gruppen, Schulklassen, Vereine oder Geschäftsleute, die sich bei diesem ungewöhnlichen Projekt engagieren und mithelfen wollen, können sich beim GuT unter der Telefonnummer: 201-4712 oder per E-Mail unter gut@stadt.freiburg.de melden. (Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 07. September 2010) Weitere Meldungen aus der Rubrik "RegioMix (dies & das)" anzeigen. Info von RT-Medieninfo (3) Jeder Verfasser einer Meldung (Firma, Verein, Person...) hat zusätzlich noch SEINE eigene "Extrazeitung" bei RegioTrends! Oben auf den roten Namen hinter „Info von“ klicken. Schon sehen Sie ALLE seine abrufbaren Meldungen in unserer brandaktuellen Internet-Zeitung. P.S.: NEU! Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von RegioTrends! |

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