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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

14. Dec 2011 - 18:28 Uhr

Freiburger Münster erstrahlt in neuem Licht - Erste größere Kirche in Deutschland wird mit 110 speziell dafür entwickelten LED-Leuchten beleuchtet

Rechtzeitig zur Adventszeit erstrahlt das Freiburger Münster
in einem neuen Licht. Per Knopfdruck schalteten heute
Baubürgermeister Martin Haag und Dompfarrer Wolfgang
Gaber die innovative Beleuchtung des Freiburger
Wahrzeichens mit LED-Lampen an. Damit ist das Münster die
erste größere Kirche in Deutschland, deren Fassade
vollständig durch LED-Leuchten angestrahlt wird.

Für die neue, warme Außenbeleuchtung wurden 110 speziell
für das Münster entwickelte, hocheffiziente LED-Strahler
hergestellt. Das mächtige gotische Bauwerk wird dennoch
sehr behutsam erhellt und lässt den Münsterplatz, wie bisher,
relativ im Dunkeln.

55 Bodenstrahler wurden rund um das Gebäude eingelassen,
weitere 55 Strahler sind direkt am Freiburger Wahrzeichen
und auf den umliegenden Dächern installiert.

Der Großteil der Bodenstrahler ist etwa 1 Meter vom Münster
entfernt in das Pflaster eingelassen und jeweils rund 80
Zentimeter lang und 30 Zentimeter breit. Auch die Säulen vor
dem Münsterportal sind jeweils durch 4 Bodenstrahler
beleuchtet. Mit der Planung der Anstrahlung wurde das
Ingenieurbüro Walter Bamberger beauftragt, das auch die
Innenbeleuchtung des Münsters plante.

Einige Beleuchtungsproben waren nötig, bevor das optimale
Konzept stand; so werden künftig 17 spezielle Strahler den
116 Meter hohen Hauptturm beleuchten. Die Herausforderung
für die Lichtplaner war die gleichmäßige Anstrahlung mit einer
bestimmten Lichtfarbe, die zu der historischen
Sandsteinfassade des Münsters passt. Dafür wurden spezielle
LED-Lichtfarben und Filter eingesetzt. Um die Fassade des
Münsters gleichmäßig zu beleuchten, mussten einige der
Strahler in einem teilweise extrem engen Ausstrahlwinkel und
in unterschiedlichen Höhen angebracht werden.

Ermöglicht wurde die Umstellung von konventioneller
Beleuchtung auf LED-Strahler durch den vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten,
deutschlandweiten Wettbewerb „Kommunen in neuem Licht“.
Die Stadt Freiburg beteiligte sich gemeinsam mit der Firma
Hess aus Villingen-Schwenningen an dem Wettbewerb und
gehört zu den zehn Gewinnerinnen. Die Kosten der
Münsteranstrahlung von rund 750.000 Euro werden
vollständig im Rahmen des Wettbewerbs durch den Bund
gefördert. Insgesamt werden im Rahmen dieses
Wettbewerbes zwei Millionen Euro unter Federführung des
Garten- und Tiefbauamts (GuT) mit vielen beteiligten Ämtern,
Gesellschaften und Firmen umgesetzt.

Die Badenova und die Firma Ullmann installierten im
Auftrag des GuT die Strahler am und um das Münster. Die
Anstrahlung wurde mit dem Erzbischöflichen Bauamt, dem
Erzbischöflichen Ordinariat, der Münsterbauhütte, dem
Denkmalschutz, dem Stadtplanungsamt und der FWTM in
mehreren Probebeleuchtungsterminen abgestimmt. Ziel
war es, eine dezente, nicht zu helle Anstrahlung zu
erreichen.

Die neue innovative Beleuchtung des Münsters ist in Freiburg
das erste und auch größte umgesetzte Projekt des
Wettbewerbs. Weitere Projekte werden vom
Lichtplanungsbüro Generation Licht betreut und sind noch in
der Planungsphase, wie beispielsweise die Beleuchtung des
Rathausplatzes, die Beleuchtung im Stadtgarten, die
Umrüstung der historischen Leuchten in der Innenstadt oder
die Anstrahlung der Stadttore. Neben der Förderung der
neuen, besonders energieeffizienten, wartungsarmen und
langlebigen LED-Leuchten soll langfristig die Lichtqualität in
der Innenstadt verbessert und die verschiedenen Freiburger
Wahrzeichen durch präzise architektonische Beleuchtung
betont werden. Zusätzlich kann mit den LED-Leuchten der
Energieverbrauch an öffentlichen Gebäuden deutlich reduziert
werden.

Die deutliche Energieeinsparung durch LED wird am Beispiel
des Turmes deutlich. Bisher wurde der Turm mit 1100 Watt
angestrahlt, Durch die neue LED-Anstrahlung können nun 60
Prozent (!) Energie eingespart werden, das bedeutet, dass die
Anstrahlung des Turmes jetzt lediglich noch 400 Watt beträgt.
Für das gesamte Münster werden künftig 3800 Watt
verbraucht.

Mit den geplanten Projekten wird Freiburg zu einer Art
Beleuchtungs-Modellstadt für andere deutsche Kommunen.
Mehr Städte sollen dazu bewegt werden, ihre
Beleuchtungsanlagen mit veralteten Lampen durch
energieeffiziente LED-Leuchten zu ersetzen.

Im Rahmen des Projekts werden vor und nach der
Realisierung der neuen Beleuchtungsobjekte Interviews
durchgeführt. Der dazu entwickelte Fragebogen steht Ihnen
auf der städtischen homepage unter
http://www.freiburg.de/led-fragebogen zur Verfügung, wir
freuen uns über Ihre Beteiligung. Die Ergebnisse sollen in
die weitere Beleuchtungsplanung in der Stadt einfließen.

(Presseinfo: Martina Schickle, Presse- und Öffentlichkeitsreferat, Stadt Freiburg vom 14.12.2011)

Mehr? Hier klicken -> www.freiburg.de/led-fragebogen

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