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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

24. Jan 2012 - 13:47 Uhr

Energieeffiziente Stadt: Neues Energiekataster soll gesamtstädtisches Instrument für zukünftige dezentrale Energieversorgung werden

Energieversorgung für einen Stadtteil auf einen Blick -
vorhandene Wärmenetze können optimiert werden –
erweiterte KWK-Strategie soll umgesetzt werden

Heute wird die Verwaltung dem Gemeinderat den
Abschlussbericht der Studie zum Ausbau der Kraft-Wärme-
Kopplung (KWK) vorlegen. Mit dieser Studie schlägt die
Verwaltung vor, die bereits beschlossenen Instrumente zum
Klimaschutz in der Bauleitplanung weiter zu entwickeln, um
ein gesamtstädtisches Planungsinstrument für die zukünftige
Energieversorgung in Freiburg zu erhalten. Damit kann
Freiburg die energetische Stadtentwicklung und -erneuerung
bis 2050 noch strategischer und gezielter angehen. „Das
neue Energiekataster soll ein gesamtstädtisches Instrument
für die zukünftige dezentrale Energieversorgung werden“, so
Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. Die bisherigen
Erfahrungen haben gezeigt, dass die Verwaltung künftig den
Investoren und Bauherren aktive Vorschläge für
Energieversorgungskonzepte anbieten müssen, die für sie
ökologisch und ökonomisch interessant sind.

Wie sieht beispielsweise eine energieeffiziente
Stadtentwicklung aus, welche Technologien sind von
Bedeutung und wie entwickelt sich der Energiebedarf in
Freiburg? Wie können Synergieeffekte frühzeitig erkannt und
genutzt werden? Welche Planungsinstrumente sind weiter
oder gänzlich neu zu entwickeln? Und welche Partner
müssen dazu in Zukunft verstärkt einbezogen werden? Dies
sind Fragen, die mit dem Instrumentarium im Rahmen der
Stadtentwicklung im energetischen Bereich beantwortet
werden sollen.

Die jetzt vorgelegte Studie des Gutachters aus Stuttgart ist
Teil von verschiedenen Bausteinen hin zu einer
„Energieeffizienten Stadt“: Das Energiekataster dient als
Datengrundlage, um die bereits vorhandenen Wärmenetze
in Freiburg zu optimieren, die Entwicklung einer Stadtteil-
KWK-Strategie in 2012 und deren Umsetzung. Darüber
hinaus soll im Rahmen der vom Öko-Institut erstellten Studie
„Klimaneutrale Kommune“ ein Projekt zur Intensivierung der
energetischen Sanierung sowie der Optimierung der
vorhandenen Energieversorgung in Angriff genommen
werden.

Mit dem umfangreichen Energiekataster und einem Modell
zur Berechnung des zukünftigen Energiebedarfs von
Freiburg kann die Energieversorgung in allen Stadtteilen
analysiert werden. Auf Grundlage einer baublockscharfen
Stadtkarte werden Strom- und Wärmeverbrauch der
Baublöcke in einer Skala dargestellt. Mit diesem
Planungsinstrument ist es möglich, die zukünftige
Energieversorgung vor dem Hintergrund der
Klimaschutzziele in Freiburg strategisch weiter zu entwickeln
und bei Projekten Synergieeffekte zu nutzen und zu
optimieren. Bei der Erstellung des Katasters waren
Stadtplanungsamt, das Amt für Bürgerservice und
Informationsverarbeitung, die Badenova und Wärmeplus
sowie das Fraunhofer ISE von Anfang an mit eingebunden.
Damit kann die Stadtverwaltung für Investoren und
Bauherren frühzeitig dezentrale
Energieversorgungskonzepte im gesamten Stadtgebiet
anbieten.

Das Energiekataster ist ein dynamisches Planungsinstrument
und muss deshalb regelmäßig aktualisiert werden. Die
Datenbasis des Katasters ist in einer Datenbank hinterlegt.
Die Experten des Umweltschutzamtes prüfen derzeit
gemeinsam mit der Badenova, wie das Energiekataster
pragmatisch fortgeschrieben werden kann. Angedacht ist
auch, dass das Energiekataster nicht nur langfristig in der
Verwaltung und damit besonders in der energetischen
Stadterneuerung, sondern von der Badenova als wichtigem
Handlungsträger in Freiburg, aber auch von beauftragten
Planern für Effizienzprojekte in Stadtteilen und -quartieren
genutzt werden kann.

Für die Stadtplaner wird das Energiekataster ein hilfreiches
Tool sein, da es auf einen Blick die energetische Situation für
ein beliebiges Stadtgebiet widerspiegelt. Auch für bereits in
der Planung befindlichen Projekte, wie Güterbahnhof Nord,
Gutleutmatten oder Haid-Süd, kann es genutzt werden.

Akteure, wie Badenova, Uni-HKW, Vertreter der Bauwirtschaft
bis hin zum Eigenheimbesitzer müssen und werden auch
frühzeitig in die städtischen Planungen mit einbezogen
werden. Dies gilt auch für die geplante Stadtteilkampagne für
KWK und die energetische Optimierung eines
„Musterstadtteils“. Nur in der Kooperation ist die Umsetzung
solcher Projekte und deren Finanzierung in einem Miteinander
möglich.

(Presseinfo: Martina Schickle, Presse- und Öffentlichkeitsreferat, Stadt Freiburg vom 24.01.2012)

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