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Ortenaukreis - Offenburg

25. Jan 2012 - 12:49 Uhr

Hand- und Unfallchirurgie – Versorgung von Unfallverletzungen

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Auch wenn der Begriff die Vermutung nahelegt: Traumatologie hat nichts mit Träumen zu tun. Vielmehr beschäftigt sich dieser Bereich der Medizin, dessen deutsche Übersetzung so viel wie Unfallheilkunde bedeutet, mit dem Heilen von Wunden und Verletzungen. Also mit allem, was den Körper durch äußere Gewalt schädigt („traumatisiert“).

Unfallchirurgie

Traumatologen, also Mediziner, die Unfallverletzungen behandeln, müssen eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden beherrschen. Deshalb setzen sich die behandelnden Teams oft aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen. In der Notfallambulanz der Offenburger Klinik des Ortenau Klinikums unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Jürgen Rudigier werden jährlich mehr als 20.000 Patienten versorgt – das sind im Schnitt täglich mehr als 50 Patienten. Die dort tätigen Ärzte behandeln Unfallverletzungen des gesamten Bewegungsapparats, des Schädels und des Rumpfes. Dazu zählt auch die umfangreiche Versorgung schwerer Kombinationsverletzungen beispielsweise von Armen und Händen. „Selbst wenn die Durchblutung durch Gefäßverletzungen unterbrochen ist, sind an der Offenburger Klinik alle modernen Versorgungsmaßnahmen möglich – bis hin zum Wiederannähen abgetrennter Gliedmaßen“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Jürgen Rudigier.

Kombination Hand- und Unfallchirurgie

Gerade die Hände sind von Unfällen häufig betroffen. Beispielsweise sind es meist unsere Hände, die bei einem Unfall den Sturz abfangen. Dabei ist die menschliche Hand auch medizinisch gesehen höchst komplex. Auf engem Raum sind vielschichtige anatomische Strukturen untergebracht – kein anderes Körperteil besteht aus derart vielen verschiedenen Knochen. Daher hat es sich bewährt, dass Hand- und Unfallchirurgie gemeinsam von der Traumatologie am Ebertplatz ausgeübt werden – mittlerweile seit mehr als 20 Jahren. „Die Handchirurgie selbst ist ein sehr umfassendes unfallchirurgisches, orthopädisches und plastisch-chirurgisches Zusatzgebiet, die über die Versorgung von Handverletzungen weit hinausgeht“, erläutert Chefarzt Prof. Dr. Jürgen Rudigier. Behandelt werden beispielsweise auch Folgeschäden nach länger zurückliegenden Verletzungen und Probleme bei sogenannten degenerativen Erkrankungen. Ein besonderes Spezialgebiet sind Korrekturen von Fehlbildungen bei Kleinkindern.

Endoskopische Chirurgie

Auch in der Handchirurgie hat in den letzten 15 Jahren die endoskopische Chirurgie - also die Operation im Handinneren durch minimale Eingriffe – Einzug gehalten. Zur Diagnostizierung und Behandlung setzen Chirurgen das sogenannte Arthroskop ein. Mit diesem Instrument kann der Operateur den Gelenkraum von innen betrachten und Verletzungsfolgen behandeln. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass mit wenigen, kleinen Schnitten gearbeitet wird. Dies erspart in vielen Fällen dem Patienten Schmerzen und eine aufwändige operative Freilegung. An der Traumatologie Offenburg Ebertplatz wird dieser Teilbereich von Oberarzt Dr. Rudolf Merk betreut.

Artikel ist in der klinikinternen Patientenzeitschrift Ortenau Gesundheitswelt aktuell veröffentlicht.

(Presseinfo: i.V. Kristin Seeber, Paul Jensen, Pressearbeit und Redaktion, Ortenau Klinikum vom 25.01.2012)

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