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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

Donnerstag, 15. März, 20 Uhr: Kammerkonzert mit dem Duo Ostertag-Schwinghammer

Kammerkonzert am Donnerstag, 15. März 2012, 20 Uhr
in der Elisabeth-Schneider-Stiftung
Freiburg, Wilhelmstraße 17A, Tel. 0761/34234

mit dem

Duo Ostertag-Schwinghammer

Christian Ostertag, Violine
Fritz Schwinghammer, Klavier


Programm:

Karlheinz Stockhausen:
Tierkreis, 12 Melodien der Sternzeichen für Violine Solo

Ludwig van Beethoven:
Sonate in A-Dur, Opus 12, Nr. 2
Sonate in a-moll, Opus 23
Sonate in G-Dur, Opus 96


Zum „Tierkreis“ von Karlheinz Stockhausen:

Die 1975 entstandene „Formel-Komposition“ Tierkreis wurde ursprünglich für Spieluhren komponiert. Jede Melodie kreist um einen anderen Zentralton, beginnend beim Wassermann mit es, chromatische aufsteigend bis zum d beim Steinbock, und stellt Zitat Stockhausen: „weder diatonisch noch tonal noch atonal - eine neue Art zentrierter 12-Ton-Melodie dar. Ich begann mich mit den 12 Charakteren des Tierkreises zu beschäftigen, von denen ich bis dahin nur eine vage Ahnung hatte. Beim Erfinden dachte ich an das Wesen von Kindern, Freunden und Bekannten, die im betreffenden Sternzeichen geboren sind, und ich studierte die Menschentypen gründlicher. Jede Melodie ist jetzt in allen Maßen und Proportionen im Einklang mit den Charakterzügen ihres Sternzeichens komponiert, und man wird viele Gesetzmäßigkeiten entdecken, wenn man eine Melodie oft hört und ihre Konstruktion genau betrachtet.“


Pressestimmen:

Sein klang-schönes Spiel entfaltet raumgreifende Wirkung. Die breiten, weich geschwungenen Linien von Karlheinz Stockhausens „Tierkreis“ tun ihr übriges. Lyrische Ausdruckslagen herrschen vor. Ostertag disponiert kühl – und entfaltet dennoch eine raffiniert kalkulierte Sinnlichkeit: feurig in die Höhe schießend im Widder, sehnsuchtsvoll innig im Krebs, die Schleifer expressiv hervorhebend im Skorpion. (Badische Zeitung)

Die gehaltvollen, schwärmerischen Worte über das fiktive glückliche Zusammenleben, die Ostertag aus Beethovens Brief an die „Unsterbliche Geliebte“ zitierte, fanden ihren Niederschlag in der expressiven, intellektuellen, lupenreinen Interpretation, die geprägt war von poetisch-sinnlicher Tiefe und auftrumpfender Leidenschaft (10. Sonate G-Dur op. 96). Es war ein Genuss, beide Instrumentalisten als miteinander verwobene, doch stets ihre Eigenständigkeit bewahrende musikalische Individuen zu erleben. (Rheinpfalz)


Die Künstler

Christian Ostertag, 1963 in Karlsruhe geboren, studierte bei Walery Gradow und Rainer Kussmaul. Er gewann 1990 den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in Bonn und wurde zusammen mit Fritz Schwinghammer in die 35. Bundesauswahl „Konzerte Junger Künstler“ aufgenommen. Er war Gast bei Festivals in Ludwigsburg, Echternach und Schleswig-Holstein, den Berliner Festwochen, März Musik Berlin und Wien Modern und trat – nicht zuletzt mit dem SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, dessen 1. Konzertmeister er seit 1996 ist – unter Dirigenten wie Michael Gielen, Sylvain Cambreling, Antoni Witt, Marcello Viotti und Heinz Holliger als Solist auf. 2001 verlieh ihm die Kulturstiftung „Pro Europa“ den Europäischen Solistenpreis, die CD mit dem Violinkonzert Nr. 1 op. posth. von Béla Bartók (Hänssler Classics) wurde in die Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen. Seit Herbst 2005 hat Christian Ostertag eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen inne.


Fritz Schwinghammer, Klavier wurde in Straubing/Bayern geboren und studierte in München Klavier, Kammermusik und Lied-Interpretation. Er erhielt Auszeichnungen bei verschiedenen Wettbewerben und war zusammen mit Christian Ostertag Teilnehmer der 35. Bundesauswahl "Konzerte Junger Künstler". Mit Sängern wie Dietrich Henschel, Daphne Evangelatos, Konrad Jarnot und Rainer Trost, als Solist des Münchner Rundfunkorchesters unter Marcello Viotti und Ulf Schirmer sowie als Klavierpartner bedeutender Instrumentalisten entwickelte sich eine vielfältige Konzerttätigkeit. Hermann Prey verpflichtete ihn für einige seiner letzten Liederabende; in Meisterkursen arbeitete er mit Sängern wie Dietrich Fischer-Dieskau, Sena Jurinac und Francesco Araiza zusammen.
Seine Konzerttätigkeit führt Fritz Schwinghammer neben den meisten europäischen Ländern auch in die USA, nach Kanada und Japan. An der Musikhochschule in München leitet Fritz Schwinghammer eine Klasse für Lied-Interpretation.

(Presseinfo: Christian Ostertag vom 28.01.2012)

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