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7. Sep 2010 - 17:17 Uhr

Ein Wachstumsmarkt der Zukunft - Die demografische Entwicklung als wirtschaftliche Chance!? - Geförderte Unternehmerreise nach Japan vom 30. Oktober bis 05. November 2010

Roboter-Haustiere und „Waschmaschinen“ für pflegebedürftige Menschen?!
Worüber wir in Deutschland noch staunen und lächeln wird auf dem japanischen Markt angeboten und erprobt. Bereits in den kommenden zehn Jahren erwartet man in Japan eine Steigerung des Anteils der über 65-Jährigen auf ca. ein Drittel der Bevölkerung!
Der demografische Wandel verändert auch unser Land. Im Jahr 2035 wird Deutschland eine der ältesten Bevölkerungen der Welt haben. Knapp die Hälfte der Menschen wird dann 50 Jahre und älter, jeder dritte Mensch älter als 60 Jahre sein. Damit wachsen die Herausforderungen für Unternehmen - und das weit über Maßnahmen der Personalpolitik hinaus.
Wirtschaft und Gesellschaft können profitieren, denn die Auswirkungen des demografischen Wandels bieten neue Chancen. So ist die wachsende Generation der über 50-Jährigen derzeit eine kaufkräftige und konsumfreudige Gruppe, die aber als erfahrene Konsumenten auch besondere Ansprüche an Produkte und Dienstleistungen stellt. Oftmals fehlt jedoch schon die richtige Ansprache. Wer bestellt schon gern den „Seniorenteller“?
Unternehmen, die sich frühzeitig und strategisch auf diese Veränderungen der Bedürfnisse und der Nachfrage einstellen, können sich Wettbewerbsvorteile verschaffen. Beispiele dafür gibt es schon viele. Werden die Chancen des demografischen Wandels wirtschaftlich genutzt, können sie Deutschland zudem neue Exportmöglichkeiten eröffnen und zum Motor für Wachstum und Beschäftigung werden.


Warum Japan?
Der demografische Wandel ist ein globales Phänomen, von dem in erster Linie die Industrienationen betroffen sind, früher oder später aber auch einige Schwellenländer. Keine Gesellschaft ist aber in den letzten Jahren so schnell gealtert wie Japan, schon lange haben die Menschen dort die höchste Lebenserwartung bei gleichzeitig einer der weltweit niedrigsten Geburtenrate. So haben sich schon viele japanische Unternehmen auf die sich ändernden Bedürfnisse der Konsumenten eingestellt, sowohl im Bereich der Konsumgüter wie auch bei Themen wie Pflege oder Wohnformen. Neue Robotertechnologien sind nur ein Beispiel dafür. Der Blick nach Japan lohnt sich deshalb für deutsche Unternehmen besonders, denn mit nur wenig zeitlicher Verzögerung werden wir erleben, was auf dem „Referenzmarkt“ Japan schon stärker Wirklichkeit ist. Wir können von Erfolgen und Fehlern aus Japan lernen, das Land als Absatzmarkt erschließen und damit gleichzeitig in Europa ein wettbewerbsfähige Rolle einnehmen.
Vor diesem Hintergrund fördern und initiieren die Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammern vom 30. Oktober bis 5. November eine Unternehmerreise nach Japan. Weitere Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrer Industrie- und Handelskammer im Geschäftsbereich „International“ oder beim Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag, Frau Britta Andrei, Tel.: 0711 2005 313

Simon Kaiser, IHK Südlicher Oberrhein vom 07.09.2010)

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